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Am Sonntag, dem 25. Juni 2023, ehrten Hainer Katholiken ihren Pfarr- und Kirchenpatron St. Johannes den Täufer. Anschließend fand turnusgemäß das Pfarrfest statt.

Den Geburtstag des heiligen Johannes des Täufers, der am Jordan die Ankunft des Herrn predigte, steht am 24. Juni im Kirchenkalender – ein halbes Jahr vor dem Geburtstag Jesu. „Er weist auf Christus hin, nimmt sich aber selbst zurück, so dass jener groß rauskommen kann“, sagte Pfarrer Reuter in seiner Predigt. Vielen stehe sicherlich dabei auch das bekannte Bild von Matthias Grünewald vor Augen, das den Rufer in der Wüste mit einem übergroßen Finger zeige.

Dieses Hindeuten auf Christus lässt sich auch in der Hainer Pfarrkirche nachvollziehen, denn die Figur des heiligen Johannes in der Nähe des Taufsteins weist auf den Auferstandenen auf dem Altarbild hin. Aus seinem starken Gottvertrauen heraus habe Johannes selbstbewusst und freimütig den kommenden Gottessohn verkündet, so der Pfarrer weiter. Es sei das Erkennungszeichen jedes Christen, sich in einer friedlosen, von Verwirrung geprägten Welt, in der Rücksichtslosigkeit die Oberhand zu gewinnen scheine, vom Heiligen Geist leiten zu lassen und an das Gute im Menschen zu glauben.

Johannes der Täufer ermutige uns, in ungewissen Zeiten auf den Herrn voll Zuversicht zu hören und in seinem Geist zu leben und zu handeln, nach dem Motto: Seid guten Mutes und fürchtet euch nicht! Zur Tauferinnerung schritt der Pfarrer durch die Gänge und teilte schwungvoll Weihwasser aus.

Die Gemeinde sang kräftig das Johanneslied aus dem Gotteslob: „Johannes auserkoren, du starker Gottesmann, der Welt zum Trost geboren, nimm unser Loblied an!“ (Gl 884) 

Nach der Messfeier strebten die frohgestimmten Gemeindemitglieder an diesem heißen Sommertag auf die Wiese hinter der Kirche, um unter schattigen Bäumen das Pfarrfest zu feiern. Es findet alle zwei Jahre statt und musste wegen Corona das letzte Mal ausfallen.

Hintergrund: Die Pfarrkirche St. Johannes der Täufer gehört zur Doppelpfarrei Laufach-Hain. Sie wurde im Oktober 1970 eingeweiht. Ihr Vorgängerbau stand weiter östlich im alten Ortskern und wurde 1976 abgebrochen. Auch er war schon dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht, doch im Laufe der Zeit zu klein geworden. Die 50 Jahrfeier der neuen Kirche konnte 2020 aufgrund der Pandemie nicht groß gefeiert werden.

 

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